Wissen sichern: Was passiert, wenn Ihr wichtigster Mitarbeiter ausfällt?
Fast jedes Unternehmen hat sie: Menschen, die scheinbar alles wissen. Sie kennen Sonderfälle, Lieferanten, Kundenhistorien, interne Absprachen und kleine Besonderheiten, die nirgendwo dokumentiert sind.
Solche Mitarbeiter sind enorm wertvoll. Problematisch wird es, wenn das Wissen ausschließlich bei ihnen liegt.
Die gefährliche Frage
Stellen Sie sich einmal vor: Diese Person wäre ab morgen für mehrere Wochen nicht verfügbar. Könnte jemand anderes ihre wichtigsten Aufgaben übernehmen? Wenn die Antwort lautet „wahrscheinlich irgendwie“, besteht Handlungsbedarf.
Wissen besteht aus mehr als Anleitungen
Wissens-Management bedeutet nicht, jeden Handgriff schriftlich festzuhalten.
Entscheidend ist kritisches Wissen.
Welche Informationen benötigt eine Vertretung zwingend?
Welche Zugänge werden gebraucht?
Welche Kunden haben Besonderheiten?
Welche Fristen dürfen nicht vergessen werden?
Wer sind wichtige Ansprechpartner?
Das können Prozessbeschreibungen, Checklisten, Kontaktlisten, digitale Wissenssammlungen oder klare Vertretungsregelungen sein.
Dokumentation allein reicht nicht
Ein hundertseitiges Handbuch hilft wenig, wenn niemand weiß, wo es liegt. Wissen muss auffindbar, verständlich und aktuell sein. Und Mitarbeiter müssen wissen, dass es diese Informationen gibt.
Wissenstransfer gehört zur Organisations-Entwicklung
Besonders relevant wird das Thema bei: Personalwechseln, Ruhestand, längerer Krankheit, Wachstum oder der Einarbeitung neuer Mitarbeiter.
Wer frühzeitig vorsorgt, reduziert Abhängigkeiten und erleichtert Übergaben erheblich.
Eine einfache Übung
Fragen Sie Ihre Führungskräfte: „Welche drei Personen dürfen bei uns eigentlich nicht gleichzeitig Urlaub haben?“ Die Antworten zeigen häufig sehr schnell, wo besonders viel Wissen konzentriert ist.

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