ISO-9001 einfach erklärt: Was steckt eigentlich dahinter?
ISO-9001 – für manche Unternehmen ein bekanntes Thema, für andere zunächst ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei lässt sich die Grundidee erstaunlich einfach zusammenfassen: Ein Unternehmen soll seine Leistungen dauerhaft zuverlässig erbringen und sich systematisch weiterentwickeln.
Was ist die ISO-9001?
Die ISO-9001 ist eine international anerkannte Norm für Qualitäts-Management-Systeme (QMS). Sie beschreibt Anforderungen daran, wie eine Organisation Qualität strukturiert steuert.
Dabei geht es beispielsweise um Kundenanforderungen, Prozesse, Verantwortlichkeiten, Risiken und Chancen, Qualitätsziele, Kompetenzen, Dokumentation, interne Audits und kontinuierliche Verbesserung.
Schreibt die Norm vor, wie ein Unternehmen arbeiten muss?
Nein.
Und genau das ist wichtig. Die ISO-9001 gibt einen Rahmen vor. Wie dieser im Unternehmen umgesetzt wird, hängt von der jeweiligen Organisation ab. Ein Unternehmen mit acht Mitarbeitern benötigt keine Strukturen wie ein Konzern mit 5.000 Beschäftigten.
Das Qualitäts-Management-System (QMS) sollte deshalb immer zur tatsächlichen Größe und Arbeitsweise passen.
Was bringt eine Zertifizierung?
Eine Zertifizierung kann beispielsweise von Kunden verlangt werden, bei Ausschreibungen relevant sein oder das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens stärken.
Darüber hinaus kann bereits der Weg zur Zertifizierung einen großen Nutzen haben. Denn dabei werden Abläufe hinterfragt, Verantwortlichkeiten geklärt, Risiken betrachtet und Verbesserungs-Möglichkeiten sichtbar.
Wer zertifiziert?
Die Vorbereitung und der Aufbau eines QMS können durch externe Beratung begleitet werden. Die eigentliche Zertifizierung erfolgt anschließend durch eine unabhängige akkreditierte Zertifizierungsstelle. Das ist eine wichtige Trennung.
ISO-9001 sollte im Alltag leben
Ein Qualitäts-Management-System ist dann gut, wenn Mitarbeiter damit arbeiten können. Nicht, wenn es lediglich beim Audit einen guten Eindruck macht.

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