Betriebs-Blindheit: Warum der Blick von außen so wertvoll sein kann
„Das machen wir schon immer so.“
Kaum ein Satz beschreibt Betriebs-Blindheit besser. Dabei bedeutet Betriebs-Blindheit keineswegs, dass Mitarbeiter oder Führungskräfte ihre Arbeit schlecht machen. Im Gegenteil. Sie entsteht häufig gerade deshalb, weil Menschen ihre Abläufe sehr gut kennen.
Routine verändert die Wahrnehmung
Wer jeden Tag mit denselben Prozessen arbeitet, nimmt viele Besonderheiten irgendwann nicht mehr wahr.
Ein Formular wird mehrfach ausgefüllt? War schon immer so. Eine Freigabe dauert drei Tage? Gehört eben dazu. Informationen werden zunächst per E-Mail verschickt und anschließend noch einmal in ein System übertragen? Normal.
Eine externe Person kennt diese Routinen nicht. Und stellt deshalb Fragen.
Die wertvolle Frage: Warum?
Warum wird dieser Arbeitsschritt benötigt?
Warum entscheidet ausschließlich Person X?
Warum wird diese Information zweimal erfasst?
Warum gibt es hier regelmäßig Rückfragen?
Manche Fragen lassen sich sofort sinnvoll beantworten. Bei anderen entsteht plötzlich der Gedanke: „Eigentlich wissen wir das selbst nicht so genau.“ Und genau dort beginnt Verbesserung.
Externe Beratung bedeutet nicht, alles besser zu wissen
Der größte Nutzen eines externen Blicks liegt nicht darin, einem Unternehmen zu erklären, wie es zu arbeiten hat. Das notwendige Fachwissen befindet sich häufig längst im Unternehmen.
Die Aufgabe besteht vielmehr darin, dieses Wissen sichtbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und Strukturen zu hinterfragen.
Manchmal reichen kleine Veränderungen
Nicht jedes Problem erfordert eine umfassende Reorganisation. Vielleicht fehlt lediglich eine klare Verantwortlichkeit. Oder eine Schnittstelle wurde nie richtig definiert. Vielleicht könnte ein Formular vereinfacht oder ein Informationsweg verkürzt werden. Der neutrale Blick von außen hilft dabei, solche Punkte zu erkennen.
Gute Beratung entwickelt Lösungen gemeinsam
Nachhaltige Veränderungen entstehen selten durch fertige Standardkonzepte.
Sie entstehen dann, wenn Lösungen zur Organisation und zu den Menschen passen, die damit arbeiten müssen.

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